Karten und Etappen – Karnische Höhenweg

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Etappen unserer Tour Karnische Höhenweg- KHW 403, August 2020

1 Sillianer Hütte nach Porzehütte, 20km
2 Porzehütte nach Hochweißsteinhaus, 17km
3 Hochweißsteinhaus nach Wolayersee-Hütte, 15km
4 Wolayersee-Hütte nach Zollerseehütte, 23km
5 Zollerseehütte nach Alpenhof Plattner, 24km
6 Alpenhof Plattner nach Gasthaus Starhand, 23km
7.Dolinza Alm nach St.Stefan Vorderberg (Bahnhof)

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1 Sillianer Hütte nach Porzehütte, 20km

Die Sillianer Hütte befindet sich auf österreichischer Seite und ist von der Bergstation Helm ungefähr 6km entfernt. Am Hauptkamm angekommen beginnt hier der eigentliche Karnische Höhenweg. Wir sind mit einer traumhaften Aussicht auf die Gipfelparade der Sextner Dolomiten, am frühen Abend in der Hütte eingekehrt. Als westlichste Hütte des Karnischen Hauptkammes ist die Sillianer Hütte unser Ausgangspunkt für den KHW 403. Ein herrlicher Platz mit gemütlichen Zimmern und traditionellen Gerichten.

Filmoor-Standschützenhütte

Nach dem Frühstück begannen wir am anderen Tag um 8 Uhr morgens. Auf dieser ersten der 7 Etappen vom Karnischer Höhenweg passierten wir die Gipfel Heimkeherkreuz (2273m), Hollbrucker Eck (2573m) und der Kriegerfriedhof Hochgränten. Um dem KHW zu folgen muss man nicht unbedingt zur Obstansersee Hütte, die liegt etwas abseits (ist aber sehr gemütlich). Wir sind über den Grat auf die Pfannspitze (2.678m) und Richtung Kinigrat. Weil wir nun aber doch schon recht lang unterwegs waren, haben wir eine Pause in der Filmoor-Standschützenhütte gemacht. Nach weiteren 2h erreichten wir gegen 18:00 Uhr unser Etappenziel, die Porzehütte. Gerade noch rechtzeitig zum Abendessen. Wie auf allen Hütten gilt auch hier, früh genug Schlafplätze zu reservieren.

2 Porzehütte nach Hochweißsteinhaus, 17km

Wir sind von der Porzehütte in aller früh gestartet, von Sommerwetter nichts zu erahnen, sehr nebelig begann dieser Tag. Der Weg hoch zum Tillianer Joch mutet schon wie ein alter Karrenweg an, im Zickzack hinauf. Oben dann ein interessantes Hinweisschild, hier verlief einst eine der Hauptversorgungsrouten im ersten Weltkrieg. Im weiteren Verlauf ist Genusswandern auf dem Kamm angesagt, wäre nur der Nebel endlich mal weg. Nichtsdestotrotz kommen wir gut voran. Der kurze Abstieg am Stollen hat es dann aber in sich. Weiter geht es wieder auf dem Höhenweg bis es nach der Hochspitzsenke (2.314m) an Seilen gesichert, knackig zur Hochspitz hoch geht. An der Steinkarspitze öffnet sich dann endlich der Blick nach Westen, denn das Wetter wurde besser. Vorbei an einer Schuttmoräne (vereiste Stelle), erreichen wir nach 9h Wegstrecke auf dem Karnischen Höhenweg, das urige Hochweißsteinhaus. Das Bettenlager war trotz der Corona Auflagen sehr voll, die Gaststube gemütlich und das Essen ausgezeichnet.

Auf dem Weg zum Hochweißsteinhaus
Auf dem Weg zum Hochweißsteinhaus.

3 Hochweißsteinhaus nach Wolayersee-Hütte, 15km

Hinter dem Hochweißsteinhaus ist das Ofner Hoch schnell bestiegen. Im Anschluss führt der KHW 403 dann in Serpentinen auf eine Almhöhe. Währenddessen tauchen wir hinab in einen Wald ein. Erst bei 1550m Höhe hat der Abstieg ein Ende. Ein weiterer Aufstieg, noch einmal 500m Abstieg, ein großes Schuttfeld und einige Stunden später haben wir kurz vor der Wolayersee-Hütte, einen falschen Abzweig genommen. Der einzige unfreiwillige Umweg, wir haben nicht aufgepasst, waren umringt von beeindruckenden Gipfeln. Landschaftlich und geologisch ist die Umgebung wohl eine der schönsten und interessantesten Flecken im gesamten Alpenraum. Die Wolayersee-Hütte (1960m) liegt am gleichnamigen See, an einem beeindruckenden Felsenkessel. Mit einer Hochgebirgs-Massage für strapazierte Bergwanderer haben wir uns von Heilmasseur Markus Hohenwarter die verspannten Schultern und Beine massieren lassen. Das Baden im Wasser des Wolayersees haben wir auf Grund der Temperatur nicht übers Herz gebracht.

Wolayersee-Hütte -1960m

4 Wolayersee-Hütte nach Zollerseehütte, 23km

Die beeindruckenden Gipfel haben wir aus Zeitgründen ausgelassen. Vom Wolayersee ging es über das Valentintörl. Dabei sind einige unangenehme Schutthänge zu begehen die langsam wieder bewachsen werden. Nach dem Übergang und unendlich vielen Serpentinen hinunter, geht es dann zur Unteren Valentins Alm. Der alpinistische Teil lag nun hinter uns, jetzt war Ausdauer gefragt, denn die sanfte Berglandschaft mit den weitflächigen Almwiesen östlich des Plöckenpasses, gehören zum 2. Teil der Etappen vom Karnischer Höhenweg. Das Bergsteigerdorf Mauthen lag nicht direkt auf dem Weg, das haben wir zeitlich leider nicht geschafft. Vorbei am geschlossenen Plöckenhaus und dem Valentin-Stausee gings wieder hinauf auf Gipflelhöhe. Ein schöner Hochalmweg mit seltenen Orchideen und einer Babykreuzotter. Kurze Pause am Gipfelkreuz Köderkopf (2167m). Jetzt zog sich der Weg, eine Rast bei der oberen Bischoffs Alm und noch wenige Höhenmeter bis zur Zollerseehütte. Mitten im GeoPark Karnische Alpen liegt die Zollerseehütte, auch nach dem gleichnamigen See benannt. Sie ist rundum neurenoviert und für die gute Küche bekannt.

Unterwegs auf dem Fernwanderweg KHW 403 in Osttirol.

5 Zollerseehütte nach Alpenhof Plattner, 24km

Heute geht’s von der Zollnerseehütte zum Naßfeldpass, genauer gesagt zum Alpenhotel Plattner (Skihotel). Das Wetter ist vielversprechend, so die Vorhersage für den Vormittag. Der Weitwanderweg führt uns nun durch ein landschaftlich überaus schönes und abwechslungsreiches Gebiet, über sanfte Almen und Hügel. Diese Etappe weist keine besonders großen Höhenunterschiede auf und auch keine nennenswerten alpinistischen Schwierigkeiten. Dennoch ist sie wegen der zurückzulegenden Distanz nicht zu unterschätzen. Überwiegend durchwandert der Weg weitläufige Almlandschaften, wie gleich zu Beginn beim Zollnersee, der mit dem Hohen Trieb im Hintergrund ein besonders schönes Fotomotiv abgibt. Die Wanderung besticht durch ihre landschaftliche Schönheit und ihre Abwechslung, aber auch hier hin und wieder durch die historische Besonderheit der Region. Noch immer sind entlang des Weges alte Wehranlagen aus der Zeit des Gebirgskrieges zu sehen und erinnern mahnend an die düstere Vergangenheit. Der Weg verläuft wechselnd auf österreichischer und italienischer Seite und endet im großen Skigebiet von Nassfeld. Das Skigebiet ist nicht schön anzusehen, der fantastische Gesamteindruck der Wanderung wird aber zum Glück nicht getrübt. Der Alpenhof Plattner hat im Keller seines Hotels Mehrbettzimmer, eine regionale Küche und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.

6 Alpenhof Plattner nach Gasthaus Starhand, 23km

Trotz des Skigebietes geht es hinter dem Alpengasthof durch Wälder und teilweise auch über noch recht natürliche Wiesen. Der Weg auf den Garntnerkofel geht direkt bei den Bergbahnen am Sattel nach Norden ab. Danach geht es über Skipisten hinunter zur Garnitzenalm. Kurz dahinter ist man dann wieder ein Stück in Italien auf der Traversa Carnica unterwegs. Auf verlassenen Wegen geht es zum Stallensattel hinüber, um dann leicht auf und mehr bergab zur Egger Alm zu gelangen. Almen sind hier in der Region kein einzelnes Gehöft, sondern eher ein ganzes Dorf. Hier haben wir eine ausgiebige Mittagspause und Rast eingelegt. Der Weg führt uns am malerisch gelegenen Egger-Alm-See vorbei und weiter aufwärts und durch den Wald, um zum Kesselwaldgraben hinunter zu steigen, nur damit wir uns dann die Höhenmeter auf dem Weg zur Görtschacher Alm wieder erkämpfen konnten. Am späten Nachmittag geht es hinauf bis zum Starhandsattel auf 1.855 m. Es hat wieder angefangen zu regnen, eine Gewitterfront zieht auf. Erst über Wiesen und später durch den Wald geht es zur Dolinza Alm (1.455 m) hinunter. Das Gasthaus Starhand wird privat geführt und ist sehr urig. Alternativ liegt ein paar Meter weiter auf der anderen Seite der Grenze die Rifugio Nordio auf italienischer Seite.

7 Dolinza Alm nach St.Stefan Vorderberg (station), km

Der Alpengasthof Starhand, hier kocht die Chefin noch persönlich. Uns wurde ein sehr schmackhaftes und reichhaltiges Abendessen und am anderen Morgen ein leckeres Frühstück serviert. Die Wanderung zur Feistritzer Alm ist von hier aus kurz und sehr lohnend! Der Blick in die Julischen Alpen ist wirklich grandios! Jetzt hieß es Abschied nehmen, denn nun ging es wieder runter ins Gailal und zurück zum Auto. Den eigentlichen Endpunkt des KHW, Thörl Maglern, haben wir weggelassen, weil es so einfacher war, zu Fuß zum geparkten Auto zu kommen. Gegen Mittag waren wir an den kleinen Zugstation in St.Stefan Vorderberg, sind ins Auto gestiegen und waren gegen 22:30 Uhr zurück in Osnabrück.

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