Etappen – GR20 – Korsika

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Etappen – GR20 – Korsika 200 132 Wanderblog

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Etappen unserer Tour GR20 Korsika, Juli 2017

1. Calenzana to Refuge d´ Ortu di Piobbu, 10km
2. Refuge d´ Ortu di Piobbu to Refuge de Carozzu, 8km
3. Refuge de Carozzu to Haut Asco, 7km
4. Haut Asco to Refuge de Tighiettu, 8km
5. Refuge de Tighiettu to Castel de Vergio, 12km
6. Castel de Vergio to Refuge de Manganu, 18km
7. Refuge de Manganu (via Refuge de Petra Piana) to Refuge de L ‘Onda, 18km
8. Refuge de L’ Onda to Vizzavona, 10km
9. Vizzavona to Refuge de Capannelle, 15km
10. Refuge de Capannelle to Refuge de Prati, 8km
16. Refuge de Prati (via Refuge d´ Usciolu) to Refuge A Matalza, 23km
12. Refuge A Matalza (via Refugee d´ Asinao) to Village de Bavella (Auberge du Col de Bavella), 20km
13. Village de Bavella (via Refuge de Paliri) to Conca, 15km

Unsere GR20 Etappen auf Korsika!

1: Calenzana nach Refuge d’Ortu di Piobbu.

Wir fuhren mit dem Taxi (30 EUR) vom Flughafen Calvi nördlich von Korsika nach Calenzana. In dieser kleinen Stadt haben wir ein Zimmer im Hotel „Bel Horizon“ bezogen. Um 5 Uhr morgens verließen wir das Hotel hochmotiviert und gut gelaunt in Richtung der Berge des GR20. Zu Beginn der GR20 Etappen wogen unsere Rucksäcke 16 kg. Wir haben schnell gemerkt, dass wir nicht die einzigen Wanderer sind. Die anderen Wanderer mit dem gleichen Ziel zu sehen, wurde jeden Morgen zur Routine. Es kam uns wie ein kleines Rennen vor, wer als erster bei der nächsten Refuge angekommt.

rot-weiße Markierung


Die roten und weißen Markierungen dienen als Wegweiser. Sie werden regelmäßig auf die Felsen oder Bäume gemalt. Nach sieben Stunden, 1300 Höhenmetern und 10 km erreichten wir um 13 Uhr das Refuge d’Ortu di Piobbu. Der sonnige Tag hat seine ersten Spuren hinterlassen. Es war ein entspannter Nachmittag, das Essen für ca. 20 EUR wurde bestellt und das Zelt aufgebaut. Nach einem geselligen Abend gingen wir früh ins Zelt, weil der nächste Tag etwas anspruchsvoller sein sollte.

Refuge d´ Ortu di u Piobbu zum Sonnenuntergang.

2: Refuge d’Ortu di Piobbu nach Refuge de Carozzu.

Das Handy klingelte morgens 5:23 Uhr. Ziel war die Hütte Carozzu, die wir gegen 14 Uhr erreichten. Einige Abschnitte waren etwas knifflig. Böse Geröllabschnitte und der ewige Abstieg bis zum Ende waren mühsam. In der letzten Stunde hatten wir die Hütte im Sinn und das hat geholfen. Kaum vorstellbar, wenn es viel geregnet hätte. Dann sind einige Basalt Passagen sicherlich sehr rutschig und gefährlich. Manchmal war der Weg nicht leicht zu finden. Sei deshalb vorsichtig bei Nebel oder schlechter Sicht. Das Abendessen war wie gestern für 20 EUR zu bekommen. Es gab Linsen mit Nudeln. Abends Nieselregen für einige Minuten. Die Zelte sind nicht weit von der Hütte entfernt. Da es frei laufende Pferde gab, vorsichtig mit deiner Nahrung sein. Wir beendeten den Abend mit Spielkarten.

Wasservorräte

Für die tägliche Wasserversorgung ist es ratsam, morgens einige faltbare Wassersäcke nachzufüllen. Pro Person sind 2-3 Liter ratsam. Achte darauf auf dem GR20 genug zu trinken, da die Sonne in Korsika in Bergen unerbitterlich ist.

3: Refuge de Carozzu nach Haut Asco.

Es hat tatsächlich nachts geregnet, aber am frühen Morgen um 5 Uhr war alles wieder trocken. Gleich zu Beginn gingen wir über eine Schlucht. Glücklicherweise konnte der Fluss „Spasimata“ über eine Hängebrücke überquert werden. Klettern und wieder einige knifflige Abschnitte erforderten etwas Erfahrung und Körperbeherrschung. Unsere Wanderstöcke waren immer eine große Hilfe. Wir teilen uns immer ein Paar, um das Gewicht zu reduzieren.

Wanderfreunde

Zwei Jungs haben uns seit einiger Zeit begleitet, einschließlich netter Gespräche. Andreas und Michi sollten uns immer wieder treffen, es war ein gutes Kennenlernen. Manchmal haben wir uns das Abendessen selbst gekocht. Die Zutaten gab es in dem kleinen Laden in der Nähe des Skigebiets. Wir haben einfach die Duschen des Haut Asco benutzt. Unsere körperliche Verfassung war makellos. Wir haben auch viele Wanderer mit großen Blasen an den Füßen oder anderen Verletzungen gesehen. Das Haut Asco ist ein guter Ort, um Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen oder die Tour der GR20 zu beenden, wenn es gute Gründe dafür gibt. Wir blieben auf Kurs und waren gut gelaunt.

Blick in das Stranciacone Tal.

4: Haut Asco nach Refuge de Tighiettu.

Nach einer windigen Nacht machten wir uns ohne Frühstück im Dunkeln auf den Weg. Mit unseren Stirnlampen bauten wir das Zelt ab und packten die Rucksäcke. Unser Tagesziel war Monte Cinto. Eine der spektakulärsten GR20-Etappen! Der Anblick des Wetters im Morgengrauen war beeindruckend. Der Aufstieg war mit einigen Anstiegen zum Glück ohne Regen anstrengend, doch gut machbar. Nach 3,5 Stunden hatten wir den ersten Kontakt mit Schneefeldern und waren kurz darauf am Grad. Am Bocca Minuta (2218 m) sollten wir die Kraft des Windes erleben! Mit über 100 km wurden wir uns plötzlich der enormen Kraft des Windes bewusst. Kaum den Kamm erreicht, wurde uns extrem kalt und die ersten Blitze zuckten über uns! Ein mulmiges Gefühl breitete sich aus. Wir zogen unsere Jacken und dickeren Klamotten an und gingen ohne Pause auf dem GR 20 weiter. Das Refuge de Tighiettu wurde bereits um 11:30 Uhr erreicht. Dieses Pfahlhaus steht sehr beeindruckend vor der Kulisse der korsischen Berge. Wir genossen einen heißen Kaffee und verbrachten viele Stunden in der Hütte. Nach dem traditionellen Abendessen erlebten wir eine stürmische Nacht.

Unterhalb der Bocca Minuta at 2218 m, in der Nähe des Monte Cinto.

5: Refuge de Tighiettu nach Castel de Vergio.

Einige der Wanderer mussten ihr Zelt verlassen, weil der Sturm es zerstörte oder es nicht mehr wasserdicht war. Passend zum Aufstehen hat der Regen nachgelassen und um 8 Uhr morgens genossen wir unseren Café au Lait und ein Käseomelett in der nahe gelegenen Bergerie. Ein guter Start in den Tag. Dieser Abschnitt des GR 20 brachte einen Landschaftswechsel mit sich. Wir gingen jetzt durch sonnenbeschienene Kiefernwälder. Auf dieser Etappe hat Claudia ihre Sonnenbrille verloren. Es folgte später ein baumloses Tal mit wunderschönen Badestellen, wunderbar! Der Fluss „Golo“ begleitete uns den weiteren Weg. Ein endloser Marsch durch dichte Kiefernwälder führte uns schließlich zum „Castel de Vergio“. Es gibt gute Einkaufsmöglichkeiten und es folgte ein umfangreiches Abendessen. Michi und Andreas kamen wieder zu uns und wir spielten bis spät abends Karten. In dieser Gegend gibt es viele Wildschweine.

6: Castel de Vergio nach Refuge de Manganu.

Stefan war heute Morgen nicht gut gelaunt, irgendwie Magenverstimmung. Zwei Stunden später verbesserte sich seine Stimmung. Heute kamen wir am See „Lac de Nino“ vorbei. Am Ufer weideten einige Kühe und Reiter ritten auf ihren Pferden. Hübsche Bergeries zum Kaffee luden auch hier wieder ein. Die Wanderung durch diese Landschaft war wunderschön und entspannend. Nachdem wir die Ebene überquert hatten, wurden wir von einem „Zauberwald“ überrascht. Knorrige alte Bäume säumten unseren Weg und ließen uns träumen. Um 15:30 Uhr kamen wir zufrieden mit der „Refuge de Manganu“ an. Das Wandern über die sumpfigen Wiesen war ein Segen! Der Gastgeber war super nett und der Rotwein gut. An diesem Tag kippte unsere gute Laune für einen kurzen Moment um, weil Vereinbarungen missverstanden wurden. Später am Abend konnten wir alles „reparieren“. Eine unserer guten Eigenschaften als Paar, die für eine Tour wie die legendäre GR 20 unverzichtbar ist. Bevor du ein solches Projekt mit jemand anderem umsetzen willst, solltet ihr gut miteinander auskommen, ansonst ist eure Beziehung schnell wieder vorbei!

7: Refuge de Manganu (via Refuge de Petra Piana) nach Refuge de L ‘Onda.

Wir haben den neuen Tag um 5:20 Uhr begonnen. Fortsetzung der regnerischen Nacht: Unser Zelt bleibt trocken! Der Regen ist später einem wolkenlosen Himmel gewichen. Über Geröll und massive Felsbrocken erreichten wir nach einem steilen Aufstieg den 2200 m hohen Gletschersee. Als wir auf Steinen über Torfwiesen gingen, rutschte Stefan aus! Mit etwas Glück hat er sich nur eine kleine blutige Wunde und blaue Flecken zugezogen. Teebaumöl und Heftpflaster halfen. An diesem Tag sahen wir auch einen Rettungshubschrauber über uns kreisen. Zum Glück nur mit dem Auftrag, Flaggen für einen Berglauf zu verteilen. Ankunft in der Hütte „Petra Piana“ um 13 Uhr. Sponat beschlossen wir, eine weitere Etappe zu überspringen und gingen nach einer kleinen Mahlzeit bis zur nächsten Hütte „Refuge de L‘ Onda “. Völlig erschöpft kamen wir um 17.15 Uhr dort an. Ein ereignisreicher Tag auf dem GR20!

Pause am Punta alle Porta 2313m.

8: Refuge de L’Onda nach Vizzavona.

Dies ist die letzte Etappe der Nordroute. Wie konnte es anders sein, in dieser Nacht wehte der Wind ordentlich. Wir haben es sehr leicht genommen und gingen bergauf in den klaren blauen Himmel. Dann kam der gnadenlose Abstieg und wir mussten ins Tal hinunter und das war ein Abstieg von über 1200 m. Es zog und zog! Unser Schmerz verblasste nach einem Milchcafé in der „Cascade des Anglais“. Ein Touristenziel, das oft für einen Tagesausflug genutzt wird. Es gibt auch einen Kiosk. Einem gemütlichen Spaziergang gleich ging es nach Vizzavona. Dieses Bergdorf war früher eine Sommerresidenz für die Reichen. Davon zeugen heute nur noch baufällige Villen. Vizzavona hat einen guten Campingplatz. Es gibt heiße Duschen und wir konnten unsere Wäsche waschen! Mit einem 3-Gänge-Menü haben wir unsere Halbzeit auf diesem Fernwanderweg belohnt.

Ende der nördlichen GR20 Etappen und Beginn des südlichen Abschnitts

9: Vizzavona nach Refuge de Capannelle.

Der Campingplatz in Vizzavona war super! Unser Tag begann mit einem entspannten Frühstück. Diese Etappe war wieder wie auf Wolken gehen durch wunderschöne Wälder und untem blauen Himmel. Der leichte Anstieg war für unsere strapazierten Knie nicht tragisch. Wir haben uns Zeit genommen, um zu verweilen. Nach 15 km erreichten wir den Wintersportort „Refuge de Capannelle“. Lustig und deprimierend, die schneefreien Pisten zu beobachten. Wir haben uns auf einen guten Platz für das Zelt geeinigt, wie so oft nach demokratischen Grundsätzen;) Nach der verdienten kalten Dusche bestellten wir ein Abendessen für 16 EUR. Es gab korsische Suppe, Polenta und Gulasch. Unser Plan für die nächsten Tage: Wir wollen wieder zwei Etappen zusammenstellen. Ein Tipp: Fasskastanienbier.

10: Refuge de Capannelle nach Refuge de Prati.

Wir haben diesmal keinen Wecker gestellt und bis 6:30 Uhr geschlafen. Das Wetter war wieder toll und der Tagesplan vielversprechend. Die herrlichen Kiefernwälder mit ihren alten und mächtigen schwarzen Kiefern. Wir mochten den verführerischen Duft des Waldes und hielten oft an, um die Aussicht zu genießen. Zur Halbzeit dieses Tages machten wir eine Pause in der Bergerie „Castta a Glualgone“ auf einem Plateau. Der Südweg ist etwas gemäßigter, es sind nicht so viele Alpinisten unterwegs. Wir treffen jetzt oft Familien mit Kindern. Abends war es im „Refuge de Prati“ kalt und wir machten uns eine Dose Ravioli. Nachdem wir wieder in unser Tagebuch geschrieben hatten, gingen wir in unser Zelt zu Bett.

11: Refuge de Prati nach Refuge A Matalza.

Der Gastgeber der „Refuge de Prati“ hinterließ damals keinen guten Eindruck. Unser hausgemachtes Frühstück hat uns gut in den Tag gebracht. Unser eigenes Müsli ist gut und bringt uns Kraft. Dieser Abschnitt war wieder etwas alpin, kaum Wasser und viele Höhenmeter. So erreichten wir mittags die Hütte „Refuge d`Usciolu“. Es gab einen kleinen Süßwarenladen, in dem wir Kaffee und Kuchen bekamen. Wieder eine Station, an der wir beschlossen, noch eine Stufe weiter zu gehen. So betraten wir später ein wunderschönes Flusstal, das uns nach Matalza begleitete. Die „Refuge A Matalza“ ist eine privat geführte Hütte. Relativ unbekannt, der Besitzer war sehr nett und persönlich. Es bestand die Möglichkeit, warm zu duschen. Der Abend war geprägt vom Stiergebrüll. Trotzdem haben wir gut geschlafen.

Lac de Nino.

12: Refuge A Matalza nach Bavella Village (Auberge du Col de Bavella).

Der Anfang des Weges war unspektakulär, weil wir für lange Zeit durch verwelkte Wacholderbüsche gingen. Am Morgen war es schon sehr warm, das Tal stieg stetig an und es waren keine Schatten in Sicht. Nach einer Stunde erreichten wir den Monte Incudine mit 2134 m, dem höchsten Berg der Südroute. Die Aussicht war großartig. Der Anblick der „Hütte Asiano“ mit ihren provisorischen Zelten war nicht einladend. In dieser allgemeinen Situation und der Tageszeit haben wir uns entschlossen, weiter zu wandern. Zu wissen, dass wir die „Refuge de Palini“ nicht erreichen konnten. Unser Ziel war das Dorf De Bavella. Nach 11 Stunden auf dem Trail freuten wir uns auf ein wenig Luxus in der „Auberge du Col de Bavella“. Das Mehrbett-Zimmer war ausgebucht, so dass die Luft nachts nicht so gut war. Egal, wir könnten schlafen.

13: Village de Bavella nach Conca.

Das Finale! Unser letzter Tag auf der GR 20 in Korsika. Unser erstes französisches Frühstück brachte uns in den Tag. Wir standen früh auf und tranken die erste Stunde Kaffee auf der Veranda. Hoch motiviert sind wir gestartet. Das Ziel war Conca in Südkorsika. Zwei Stunden später erreichten wir die „Refuge de’Paliri“. Trotz seiner Arbeit fand der junge Hüttenbesitzer Zeit, uns einen letzten Kaffee in den Bergen zu servieren. An der hauseigenen Quelle haben wir die Wasservorräte wieder aufgefüllt. 5 Stunden trennten uns jetzt noch vom Ziel. Es wurde heißer und bedrückender. Wir waren froh, genug Wasser bei uns zu haben. Immerhin war es schon um 10:30 Uhr über 30 Grad. Rückblickend zog sich diese letzte Strecke ewig hin. Wir haben ein letztes Bad im Fluss genossen. Unsere Stimmung war einfach toll! Das Klingeln der Kirchenuhr in Conca um 17 Uhr begrüßte uns. Wir haben es geschafft!

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